Kfz-Diagnose für das 21. Jahrhundert

Gefördert durch

  • EU Investition in unsere Zukunft

Wir erforschen innovative Kfz-Diagnosesysteme basierend auf maschinellem Lernen für die Autowerkstatt der Zukunft.

Die Idee

Die Diagnose von Fehlern in Fahrzeugen erfolgt heute meist über proprietäre Diagnosesysteme mittels der On-Board-Diagnose (OBD) Schnittstelle.

Die Partner des Projekts Autowerkstatt 4.0 gehen einen anderen Weg: Durch die Messung von elektrischen Größen im Motorraum und die Interpretation der Daten durch maschinelle Lernverfahren soll eine differenziertere Diagnose ermöglicht werden, die unnötige Reparaturen vermeidet und einfach in den Arbeitsalltag von Kfz-Werkstätten zu integrieren ist.

Das Projekt

Um die Zukunft der Autowerkstatt zu gestalten, entwickeln Unternehmen und Wissenschaftler im Projekt seit September 2018 gemeinsam ein Demonstratorsystem, das im ersten Schritt eine Machine-Learning unterstützte Steuerkettendiagnose ermöglicht.

Anschließend wird das System im Alltagsbetrieb von Kfz-Werkstätten getestet und optimiert. Das Projekt wird vom Land NRW und der Europäischen Union unterstützt.

Die Vorteile

  • Differenzierte Diagnose
  • Einfaches Handling im Werkstattalltag
  • Weniger „blinder“ Austausch von Teilen
  • Ressourcenschonung durch nachhaltige Wartung
  • Modernste Diagnosetechnik auch für ältere Fahrzeuge

Die Digitalisierung macht auch vor dem Handwerk nicht halt. Unser datenbasiertes Diagnosesystem hat das Potenzial, den Kfz-Servicemarkt aus dem Herzen des Ruhrgebiets heraus zu revolutionieren.

Stephan Bökelmann, Leitender Hardwareentwickler Auto-Intern GmbH

Näheres zum Projekt

Zur Diagnose von Fehlern in Kraftfahrzeugen kommen heute meist von den Herstellern bereitgestellte, proprietäre Diagnosesysteme zum Einsatz, welche an die OBD-Schnittstelle angeschlossen werden und die im Steuergerät hinterlegten Fehlercodes (Diagnostic Trouble Code, DTC) anzeigen. Diese Methode führt dazu, dass keine Suche nach der wirklichen Ursache des Fehlers stattfindet, sondern stattdessen die vom System empfohlenen Teile einfach ersetzt werden.

Mit einer Diagnostik basierend auf der Messung von elektrischen Größen im Motorraum ist eine differenziertere Fehlersuche und damit oft eine gezielte, ressourceneffizientere und kostengünstigere Reparatur möglich. Dieser Prozess ist allerdings bislang aufwändig und die Interpretation der Messdaten erfordert viel Erfahrung des Anwenders.

Im Projekt Autowerkstatt 4.0 soll dieser Prozess durch den Einsatz von maschinellen Lernverfahren deutlich vereinfacht werden. Hierzu wird ein Demonstratorsystem bestehend aus

  • Messaufnehmern,
  • einer Client-Software für den Werkstattrechner sowie
  • einer Cloud-basierten Serverinfrastruktur zur automatisierten Interpretation der Messdaten

entwickelt. Dieses Demonstratorsystem wird anschließend in mehreren Werkstätten zum Einsatz gebracht, evaluiert und weiter optimiert.

Die Technologie ermöglicht ein schlankes und kostenoptimiertes Verfahren und hat das Potenzial, den Fahrzeugservice-Markt in Zeiten der Digitalisierung zu revolutionieren sowie die Expertise und Wertschöpfung in den Kfz-Betrieben zu steigern. Darüber hinaus wird durch das Projekt eine Plattformtechnologie entwickelt, die auf die Anwendung in weiteren Bereichen wie Überwachung von Industrieanlagen oder Elektroantrieben jeglicher Art übertragen werden kann.

Die Initiative

Das Projekt zur Entwicklung des datenbasierten Diagnosetools ist erst der Anfang: Das Konsortium möchte unter dem Label Autowerkstatt 4.0 gemeinsam mit weiteren Partnern und Interessierten über das Projekt hinaus an neuen Lösungen im Kfz-Servicemarkt arbeiten. Digitale Medien sowie vernetzte Werkzeuge und Prozessketten nehmen hierbei eine wichtige Rolle ein.

Wenn auch Sie an der Werkstatt der Zukunft mitarbeiten möchten, nehmen Sie doch über unten stehendes Formular Kontakt mit uns auf!

Projektpartner
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Auto-Intern GmbH

Das Unternehmen Auto-Intern verfolgt seit über 15 Jahren die Vision, sowohl professionellen Werkzeugen wie auch interessierten Privatpersonen die effizientesten Diagnosetools zur Fehleranalyse in Kfz zur Verfügung zu stellen. Im Projekt übernimmt Auto-Intern die Entwicklung des Mess-Hardware und steuert zudem jahrelanges Kfz-Knowhow bei.

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PROLAB der Technischen Hochschule Georg Agricola

Das PROLAB Produkt+Produktion vertritt die Expertise auf den Gebieten der Produktentwicklung, des PRoduktionsmanagments sowie deren Interaktion. Im Projekt kümmert sich das PROLAB um die ergonomische Entwicklung der Software sowie der Werkstattabläufe beim Einsatz des Systems.

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Bochumer Institut für Technologie gGmbH (BO-I-T)

Das BO-I-T ist ein Zusammenschluss regionaler Unternehmen, Hochschulen sowie der Wirtschaftsförderung Bochum, welche sich die Nutzung von wissenschaftlichen Erkenntnissen für wirtschaftliche Wertschöpfung in der Region Ruhrgebiet zum Zeil gesetzt hat. Das Data Schience Lab des BO-I-T arbeitet im Projekt an dem Management der Messdaten sowie der Interpretation dieser durch moderne maschinelle Lernverfahren.

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Assoziierte Partner
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Fahrzeug-Werke LUEG AG

Als einer der größten Fahrzeughändler und Servicebetriebe in NRW hat sich die LUEG AG bereit erklärt, als Pilotnutzer das Demonstratorsystem in ihren Werkstätten einzusetzen und wertvolles Feedback zu Benutzung zu geben. Nur durch diesen wichtigen Input kann ein System entstehen, dass in der Praxis hohen Nutzen entfaltet.

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Anschrift & Kontakt.

Autowerkstatt 4.0

Marc Otten, BO-I-T
Projektmanagement Autowerkstatt 4.0

E-Mail: marc.otten@bo-i-t.de
Telefon: +49 234 45 979 727

Universitätsstraße 105
44789 Bochum

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